Montag, 13. Oktober 2014

Handyladestation #3 oder Akkordarbeit vs. Schnittgradierung

Eigentlich sollte ich momentan an der Schnittgradierung für mein Raglanshirt arbeiten. Allerdings geht es nicht wirklich vorwärts. Nach dem Gradieren musste ich feststellen, dass die Länge der schräg zur Kragennaht verlaufenden Nähte der Ärmelteile nicht mehr mit der Nahtlänge von Vorder- und Rückenteil übereinstimmen. (Kann mir jemand folgen???) Woran das liegt? Keine Ahnung. Und leider kann mir auch die Leiterin meines Nähkurses - eine Schneider-Direktrice, die es eigentlich besser wissen sollte *grmpf* - nicht weiterhelfen.
Es bleibt wohl oder übel nichts anderes übrig als es weiterhin mit Nachdenken und Probieren zu versuchen, was nicht nur zeitaufwändig, sondern mittlerweile auch ziemlich nervig ist. Oder hat vielleicht jemand von Euch einen Tipp???

Ablenkung musste her und die kam am Samstag genau zum richtigen Zeitpunkt in Form eines Geradstichfußes mit Gleitsohle. Diesen hatte ich bestellt, nachdem das Nähen meiner Handyladestationen aus Wachstuch trotz Anwendung diverser Tricks einfach nicht funktionieren wollte.
Das Nähfüßchen wurde also gleich am heutigen Vormittag getestet, und - was soll ich sagen?! - die Naht ist endlich so, wie ich sie haben will! Keine Schlaufen und kein Verschieben mehr beim Nähen. Mit knapp 50 € war dieses spezielle Nähfüßchen sicherlich alles andere als günstig, aber der Preis hat sich gelohnt. Mit dem Gleitfüßchen lässt es sich viel einfacher, ordentlicher und auch schneller arbeiten. Das Geld ist also für meinen Geschmack gut investiert.
Ach ja: Stabil sind die Ladestationen dank des Einsatzes von Schabrackeneinlage nun übrigens auch! :-)

Hier ein erster Eindruck von meiner ersten mit Gleitfüßchen genähten Handyladestation. Ich bin zufrieden und werde meine Zeit nun erstmal der Akkordarbeit widmen, bevor ich mir meinen Kopf erneut über Schnittgradierungen zermartere.

Schnitt: Eigenkreation

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Fantasietier #1 oder "Was kommt denn da?!"

Für Inspirationen ist das werte Frl. Päng bekanntermaßen immer gut. Meistens inspiriert sie dabei mich. Dieses Mal hat sie allerdings den Geist meiner Kinder angeregt!

Angefangen hatte es damit, dass ich Ende September einen Beitrag auf Lindas Blog gelesen hatte, in dem sie zu einem Wettbewerb aufgerufen hatte, bei dem Kinder nach Lust und Laune ein Fantasietier entwerfen sollten. Mein großes Mädchen war sofort Feuer und Flamme und hat sich schon Ende letzter Woche an die Arbeit gemacht. Schule und nachmittägliche Veranstaltungen haben es bisher leider nicht zugelassen, dass das Tierchen bis jetzt fertig gestellt werden konnte, aber: Wir arbeitetn daran! Heute Nachmittag soll es weitergehen.

Schneller war unser Großer, der sich für das Projekt anfangs nicht so sehr begeistern konnte, weil ihm einfach die zündende Idee fehlte. Als sie ihm in den Sinn kam, musste es umso schneller gehen. Einen ganzen Nachmittag hat unser Grobmotoriker (sorry!) an seinem Tierchen gemalt, geklebt und geschnitten bis es endlich fertig war. In seinem Namen präsentiere ich hiermit sein Fantasietier. Einen Namen hat es noch nicht, dafür ist es aber schon verschenkt worden, nämlich an meinen werten Gatten, der es aus lauter Freude über die Rückkehr von seiner Dienstreise gestern Abend geschenkt bekommen hat.

Seit heute Morgen geht das Fantsietierchen mit Livias "Juli" auf Tuchfühlung. Der Hase scheint jedoch noch nicht recht zu wissen, was er von dieser Kreatur halten soll. Entweder werden die beiden noch Freunde oder das Fantsietierchen muss auswandern, nämlich in das Büro/Labor des Gatten!


Ach ja... falls Ihr auch an Lindas Wettbewerb teilnehmen wollt, findet Ihr >hier< die Informationen dazu. Bis zum 16. Oktober 2014 könnt Ihr ein Bild Eures Fantasietiers an Linda schicken. Ich wünsche Euch bzw. Eurem Nachwuchs jede Menge Freude dabei!

Dienstag, 7. Oktober 2014

Raglanshirt Marke Eigenbau oder Creadienstag #144

Momentan sieht es in meinem Nähräumchen furchtbar aus. Lauter angefangene Dinge liegen dort herum und nichts davon habe ich in den letzten Wochen wirklich zu Ende bringen können. Ich hasse das und habe beschlossen diesen Zustand zu ändern.

Gestern habe ich damit begonnen, ein Raglanshirt aus einem selbst konstruierten Schnitt zu nähen. Für ein Probeshirt ist es fast schon ein bisschen aufwändig geraten. Die Mühe scheint sich aber gelohnt zu haben, denn an der Schneiderpuppe macht das Shirt schon mal einen ganz guten Eindruck. Die Ärmel musste ich ein bisschen kürzen. Ansonsten überlege ich, ob ich am Ärmel noch kleine Schnittveränderungen vornehme.
Mit dem Einfassen des Halsausschnitts habe ich mich etwas schwer getan. Vielleicht liegt es an meiner Technik. Glücklicherweise sind meine Probleme nur offensichtlich, wenn man die Innenseite des Shirts betrachtet (und die zeige ich Euch nicht ;-) ). Alternativ könnte man den Ausschnitt einfach mit Bündchen säumen. Das geht einfacher und schneller!

Bleibt noch den Schnitt zu gradieren, wovor es mir etwas graut. Egal! Fürs Erste mache ich mir darüber keine weiteren Gedanken und will zufrieden sein, dass zumindest ein kleiner Teil meines Stäpelchens abgearbeitet ist.

Jetzt wandert das Shirt noch ruckzuck zum heutigen Creadienstag. Mal sehen, was dort zu bestaunen gibt. :-)

 Schnitt: Raglanshirt Marke Eigenbau, Gr. 116



Dienstag, 30. September 2014

Happy Birthday, große Maus!

Vielleicht habt Ihr gemerkt, dass es in den letzten Tagen im Blog etwas ruhiger zuging. Dafür wurde hinter den Kulissen umso fleißiger gewerkelt. Unser großes Mädchen hatte am Sonntag Geburtstag und ist unfassbare 7 (sieben!!!) Jahre alt geworden.

Schon vor einem Jahr hatte sie sich einen Kapuzenpulli zum Geburtstag gewünscht. Wegen Stoffmangel habe ich damals die Ärmel des Schnitts kürzen müssen und dafür überlange Bündchen angenäht. Diese kleine Änderung kam bei unserem großen Mädchen so gut an, dass fortan fast sämtliche Shirts mit überlangen Bündchen genäht werden mussten. Klar, dass der diesjährige Geburtstagshoodie ebenfalls mit langen Bündchen ausgestattet werden musste. Ansonsten halten sich die Unterschiede in Grenzen: Anstelle von blauem Sweat wurde in diesem Jahr grüner bestellt, der Wal hat sich in einen Fuchs verwandelt. Ach ja... 122/128 passt leider auch nicht mehr. Als Größe muss nun schon 134/140 herhalten. ;-)

Hier noch die Bilder vom neuen Werk und dann geht's ab zum heutigen Creadienstag. Mal sehen, wer da noch unterwegs ist!




Schnitt: "Toni" Kapuzenpullover (mit kleinen Änderungen), Gr. 134/140 von schnittreif (Anja Müssig)

Mittwoch, 24. September 2014

Lust auf mehr ?

Am Sonntag hat das große Zuckermädchen Geburtstag und wird sieben Jahre alt. Kinder, wie die Zeit vergeht. Klar, dass im Nähstübchen schon fleißig gewerkelt wird. Vor allem die Vormittage wollen genutzt werden, wenn die beiden Großen in der Schule sind und das Madamchen im Kindergarten.

Mein Werk für den heutigen Vormittag? Hier ist es:

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich habe jetzt definitiv Lust auf mehr! :-) Also wieder ran an die Maschinen und schnell weiternähen, damit ich heute noch fertig werde.

Habt einen schönen Tag!

Dienstag, 16. September 2014

Wie man es dreht und wendet.... oder Sternenhäkeldecke #2

Nach meinem letzten Beitrag im Juli zum Thema "Sternenhäkeldecke" ist es heute mal wieder soweit zu berichten wie es mit diesem Projekt voran geht. Meinem Plan, im Schnitt jeden Tag einen Stern zu häkeln, hinke ich momentan leider etwas hinterher. Wie man es auch dreht und wendet: Nach 62 Tagen habe ich 51 Sterne gehäkelt. Egal - kein Grund zum Verrücktmachen: Diese Decke ist und bleibt wirklich ein "Freizeit-Ding". Also wird munter nach Lust, Laune und v.a. Zeit weitergehäkelt bis die in etwa benötigten 200 oder mehr Sternenhexagons gehäkelt sind. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Nun geht's erstmal zum heutigen Creadienstag. Soweit ich mich erinnere, sind dort noch andere Sternenhäkeldecken im Rennen. Also schnell vorbeigeschaut und dann geht's hier mit Handyladestationen und Hoodies weiter.

 Anleitung: Sternenhäkeldecke von Tanja (Die Schaubude)

Sonntag, 14. September 2014

Grobiane

Heute gibt es trotz Regen ein sommerliches Shirt aus dem schönen "Rudes"-Jersey von Käpynen, das ich bereits vor ein paar Wochen genäht und noch gar nicht gezeigt habe. Den Stoff hatte ich bereits im Sommer beim ::stoffbüro:: erstanden, hatte zunächst ein Shirt für mich genäht (das ich Euch auch noch nicht gezeigt habe) und danach die restlichen Grobiane zu einem Raglanshirt fürs große Tochterkind verarbeitet.
Nachdem bereits ein Shirt aus zwei "Rudes"-Rapporten zugeschnitten war, war es eine kleine Herausforderung aus den Resten ein zweites Shirt, wenn auch nur in Kindergröße, zu zaubern. Gefühlt hat das Hin- und Hergeschiebe beim Zuschneiden des zweiten Shirts länger gedauert als das Nähen selbst - ein bisschen Pfuschen inbegriffen, denn eigentlich hat das Raglanshirt gar keinen angenähten Bundstreifen am Saum. Die Mühe hat sich gelohnt: das Madamchen ist glücklich über sein neues Shirt und hat es schon fleißig getragen, was gut an den Zahnpastaflecken zu erkennen ist. :-)

Euch allen noch einen schönen Sonntag mit gutem (!!!) Wetter und bis bald!
Schnitt: Lillesol und Pelle, Lillesol Basics No. 29, Raglanshirt, Gr. 134

Dienstag, 9. September 2014

Creadienstag #140 und Hosenexperimente - Teil 3

Vor einiger Zeit habe ich mich an die Konstruktion eines Schnittmusters für eine Kinderhose gewagt. Die ersten Versuche, die ich >>hier<< und >>hier<< präsentiert habe, waren vielversprechend. Danach kamen allerdings so viele andere Aufträge in mein Nähstübchen geflattert, dass ich nach viermonatiger Pause erst am letzten Wochenende mit meinem Vorhaben weitermachen konnte.

Ich muss zugeben, dass ich nach dieser Pause nicht mehr wirklich durch die Papierberge mit Skizzen und Mustern durchgestiegen bin, so dass mir nichts anderes übrig blieb, einen Neustart zu wagen. Dabei herausgekommen ist dieses Modell - genäht aus Papas alter Jeans (Upcycling, yeah! ;-) ) mit Birnenapplikation über einer alten Flickstelle. Am Wochenende hat das kleine Madamchen die Hose schon mal probehalber getragen und war davon ganz angetan. Gegen die geliebten Kleidchen hat aber auch eine Jeans mit Birnenapplikation keine Chance. Also lassen wir die Hose Hose sein, genießen die warmen Temperaturen mit Kleidchen und freuen uns auf den Herbst, wenn die Hose dann wieder hervorgekramt wird.

 
Schnitt: Eigenkreation, Gr. 104

Das Höschen wandert jetzt erstmal zum heutigen Creadienstag. Wer mag, kann sich dort umgucken. Es gibt bestimmt wieder jede Menge ausgefallene Ideen zu bestaunen.

Montag, 8. September 2014

Handyladestation: Mehr Experimente !

Am letzten Dienstag habe ich Euch bereits meinen Handyaufladestationprototyp vorgestellt. In den letzten Tagen habe ich immer wieder Neues ausprobiert, um den Prototyp zu verbessern. Schwachstelle ist eindeutig die Öffnung für das Ladekabel. Sobald das Handy/Smartphone o. ä. zum Aufladen in der Tasche der Station steckt, leiert die Öffnung ziemlich schnell aus - nicht weiter schlimm, aber eben auch nicht besonders ansehnlich.

Es galt also, die Öffnung zu stabilisieren. Von Sandra hatte ich bereits den Tipp bekommen, Vorhangösen mit Klickverschluss von Prym zu verwenden. Vielen Dank an dieser Stelle für den Tipp!!! Gut zu wissen, dass es so etwas gibt! :-)

Leider musste ich feststellen, dass die Kosten für vier solcher Ösen mit etwa 10 € nicht gerade gering sind. Also habe ich es anders versucht. Zunächst habe ich festeres Wachstuch genommen. Das ergab schon mal eine leichte Besserung des Problems. Im nächsten Versuch habe ich die Öffnung nicht als Kreis, sondern als Rechteck ausgeschnitten, um die Aufliegefläche für den Stecker zu vergrößern. Außerdem habe ich auf den Filz Vlieseline H250 gebügelt, um das Gewebe zu verstärken. Der Versuch war nur mäßig. Zum einen sieht die Öffnung immer noch sehr labberig aus, zum anderen ist es viel schwerer, sich mit einem Cutter durch die Stoffschichten zu arbeiten, um ein Rechteck daraus zu schneiden, als für die runde Öffnung einfach einen Kreisschneider zu verwenden.

Für den letzten Versuch habe ich also weiter versucht, das Gewebe zu verstärken, indem ich Schabrackeneinlage auf den Filz gebügelt habe. Der Versuch hat sich gelohnt. Nun überlege ich nur noch, ob ich es wagen sollte, die Schabrackeneinlage doppelt zu verwenden oder ob meine Maschine dann streikt.

Hier erstmal die Bilder meiner letzten Versuche. Ein bisschen werde ich noch testen, aber demnächst vergeht mir daran sicherlich die Lust. Euch allen erstmal einen prima Wochenstart und bis bald!

Schnitt: Eigenkreation

Dienstag, 2. September 2014

Handyladestationprototyp

Beim Schreiben meines Posttitels ist mir gerade aufgefallen, dass ich heute gleich doppelt kreativ gewesen bin. Mal abgesehen davon, dass ich heute Vormittag fleißig skizziert und dann genäht habe, habe ich gerade auch noch ein neues Wortungetüm geschaffen. Die deutsche Sprache ist wirklich zu gut für solche Schöpfungen! :-)

Nun ja... komme ich zum Eigentlichen zurück - meinem Handyladestationprototyp. :-) Ein ähnliches Modell habe ich vor kurzem in einem kleinen Laden in der Stadt entdeckt, muss aber zugeben, dass mir der Preis zu hoch war. Also habe ich heute Vormittag meine eigene Handyladestation entworfen. Eigentlich war alles ganz einfach, nur das Wachstuch hat beim Zusammennähen gezickt. Mit ein paar Tricks sollte ich das Problem bei zukünftigen Modellen in den Griff bekommen. Eine kleine Veränderung schwebt mir noch vor, aber die wird erst beim nächsten Modell getestet. Fürs erste bin ich zufrieden.

Mehr Kreatives findet Ihr wie immer beim Creadienstag. Ich habe schon gespitzt! Es lohnt sich auch heute!
Schnitt: Eigenkreation